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Dass die Bürgeler mit den Eseln ihre Probleme haben, wird schon in der allgemein bekannten Bürgeler Eselssage dokumentiert. Danach sollen ja schießwütige Bürger unserer Töpferstadt einen ausgewachsenen Esel an Stelle eines Hirschs totgeschossen haben. Das „edle“ Wildbret soll dann von braven Ratsherren im Ratskeller verzehrt worden sein. Wie es wirklich geschmeckt hat, ist nicht schlüssig überliefert.

Die Nachfahren der Eselsfresser haben aber auch ihre Probleme mit den Eseln (lat.:equus asinus asinus).
Folgende Geschichte ist in unserer Töpferstadt passiert:

In lustiger, geselliger Runde wurde vereinbart, dass im Sommer des Jahres 1987 eine Gastmannschaft des Berliner Fußballclubs Dynamo (BFC) ein Fußballspiel gegen eine Mannschaft des Bürgeler Faschingsclubs (BFC) hier bei uns in Bürgel austragen sollte, ein Lustspiel. Zu dieser Zeit ein besonderes Ereignis, denn der BFC hatte einen hohen Stellenwert im DDR-Fußball und deshalb liefen die Vorbereitungen beim gastgebenden BFC auf Hochtouren; ein kleines Volksfest auf dem Sportplatz war geplant. Zum feierlichen Einzug der Mannschaften sollte das Bürgeler Symboltier, ein mit goldbestickter Schabracke geschmückter Esel, an der Spitze mit einziehen. Aber woher den Esel nehmen? Ausgeholfen hat der Tierpark Eisenberg, der dem BFC ein edles Tier, den Deckhengst, leihweise zur Verfügung stellte. Der Transport verlief reibungslos und schon 2 Tage vor dem Fest wurde mit dem Tier der Einzug trainiert um auch ja keine Pannen zu riskieren. In den Mittagsstunden des Spieltages, am 20 Juni 1987, sollte das Tier für seinen Auftritt am Nachmittag Kraft tanken, sich ausruhen, und wurde deshalb an einen schattenspendenden Baum auf dem Sportplatz angebunden.
Doch welcher Schreck fuhr den Verantwortlichen in die Glieder, als sie nach der Rückkehr vom Mittagessen das edle Tier tot am Baum hängen sahen. Er hatte sich selbst stranguliert. (Aussage des herbeigerufenen Tierarztes).

Der Deckhengst war tot, die Attraktion dahin, der BFC bedeppert und in der Klemme. Was nun, was tun? Wer kommt für den Verlust auf? Die Rechnung kam 3 Tage später. Wer die Chose nun auch immer bezahlt hat, die Stadt Bürgel definitiv nicht, D.U. hat es geregelt.
So starb wiederum ein Esel in seinen besten Mannesjahren in der Stadt Bürgel. Gegessen haben ihn die Eselsfresser diesmal aber nicht!

Die Moral von der Geschicht:

Bist du ein Esel dann folg` unserem Rat,
sei helle und meide die Töpferstadt.

Dr. Karl Splinter, Mai 2007 (Die Bürgler und die Esel)

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